1945 bis 1967

Gartenarbeitsschule 1950

Nach 1945 beschloss das Bezirksamt von Wilmersdorf die Gartenarbeitsschule dem Schulamt zu unterstellen. Frau Behnken-Berger wurde hauptamtliche Leiterin. Ihr standen eine Sekretärin und drei Lehrerinnen zur Verfügung.

Die Hauptaufgabe in dieser Zeit war der Gemüseanbau zur Versorgung der Bevölkerung; die Gartenarbeitsschule lieferte ihre Erzeugnisse an Krankenhäuser, an Schulen für die Schulspeisungen und an andere caritative Einrichtungen.

1946 übernahm die zu Kriegsende im Mai 1945 aus dem KZ Ravensbrück befreite Lehrerin Ilse Demme die hauptamtliche Leitung, die sie bis 1968 innehatte. Der Arbeitsunterricht in der Gartenarbeitsschule wurde mit der Reform des Schulwesens 1946 erneut lehrplanmäßiges Pflichtfach. Die Klassen kamen einmal in der Woche den ganzen Schultag in die Gartenarbeitsschule, wobei sich Gartenarbeit und Unterricht in den Klassenräumen abwechselten. Die Erzeugnisse der Gartenarbeitsschule, Früchte und Blumen, konnten unter ihrem Marktpreis von den Kindern gekauft werden.

1947 wurden die erhaltenen Gebäude winterfest gemacht und das Gewächshaus instandgesetzt.

Die festen Gebäude der Gartenarbeitsschule, die noch heute bestehen, wurden 1950 errichtet. Sie wurden ab 1951 wegen der prekären Schulsituation im südlichen Wilmersdorf zunächst auch als Außenstelle der 4. Grundschule genutzt.

Mit vier bis fünf Arbeitskräften installierte der 1965 ernannte Gartenmeister Erwin Treptow neue Wasserleitungen, machte die Wege der Gartenarbeitsschule wieder begehbar und legte den zugewachsenen Teich neu an.