Die Anfänge

Die Anfänge

Am 19. April 1921 nahm die Gartenarbeitsschule Wilmersdorf offiziell ihre Arbeit auf einer Fläche von 28.800 m² auf. Hauptamtlicher Schulleiter wurde Otto Mehlan.

Aus ehemaligen Baracken entstanden Klassenräume, die bewusst nach einer Seite hin offen waren, um den Unterricht an der frischen Luft zu ermöglichen.

In den Räumen wurden Bienen- und Vogelhäuser gebaut. In anderen Gebäuden standen Aquarien, Terrarien, Insekten- und Raupengläser, damit die Kinder Entwicklungs- und Lebensgewohnheiten verschiedener Lebewesen beobachten konnten.

Jungen erhielten zweimal in der Woche Gartenarbeitsuntericht, Mädchen einmal wöchentlich. Erst als 1922 ein Küchengebäude errichtet wurde, besuchten auch Mädchen die Gartenarbeitsschule zweimal pro Woche, denn für sie gab es nun zusätzlich Hauswirtschaftsunterricht.

1923 wurde ein Frühbeet angelegt und das Gewächshaus errichtet.

Knapp zehn Jahre später warfen die politischen Veränderungen ihre Schatten auch auf die Gartenarbeitsschule. Die Idee einer Schule im Freien wurde von den Nationalsozialisten missbraucht und in Partei- und Kriegsdienste gestellt.

1943 zerstörten Bomben zum großen Teil die Gebäude, Unterricht fand nur noch unregelmäßig statt.